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Zwischen Integration, Schule und dummen Witzen

Mit zehn Jahren kam ich nach Deutschland.
Komplett grün hinter den Ohren, in einem hässlichen Kleid und einem super alten Fahrrad wurde ich zur Schule gebracht. Nach ein paar recht angenehmen Monaten in der sogenannten "Ausländer-Klasse" landete ich in einer richtigen Klasse. Alles kleine Giftzwerge, die keinen Blatt vor den Mund nehmen, wenn sie jemanden nicht mögen. Sie zeigen es dir so deutlich, dass du nicht dazu gehörst, dass du irgendwann selbst glaubst von einem anderen Planeten zu sein. Sie grenzen dich aus. Sie lachen dich aus. Sie sprechen nicht mit dir, weil dein Deutsch nicht so klingt, wie ihrs. Sogar die Lehrerin lässt dich spüren, dass du fehl am Platz bist. Dass du nicht dazu gehörst, dass du ein "scheiß Ausländer" bist.  ICH WAR ZEHN JAHRE ALT. Was konnte ich dafür, dass ich nicht dort geboren war, wo sie geboren wurden und vorallem; was gab denen das Recht mich schlechter zu behandeln? Naja. Ich hatte Glück. Dort war dieses eine Mädchen. Dieses eine deutsche Mädchen, dem es scheinbar egal war woher ich kam. Nennen wir sie hier einfach Nina. Sie war somit die einzige Freundin, die ich in dieser Klasse fand. Nina verbrachte die Pausen mit mir, saß mit mir an einem Tisch und tauschte als einzige ihr Pausenbrot mit meinem. Ich weiß bis heute nicht, warum dieses eine Mädchen anders war als die andere. Aber sie war anders und das war mein Glück. 

Integration in Deutschland wird groß geschrieben. Es soll für Ausländer immer einfacher werden sich zu integrieren. Vielleicht stimmt es in manchen Bereichen. Es gibt mehr Möglichkeiten die Sprache zu lernen, einen Job zu finden oder den Führerschein zu machen. Das ist die offizielle Seite. Doch dann gibt es noch den Bereich hinter den Kulissen. Das ist der Bereich in dem man als "scheiß Russe, Pole oder Türke" beschimpft wird. Es werden Witze auf deine Kosten gerissen, die manchmal sogar witzig sind, die du jedoch so oft hörst, dass du es irgendwann satt hast. Ich bin russin. Ich trinke keinen Vodka. Nein, auch nicht zum Frühstück. Nein, auch nicht statt der Muttermilch.
 
Integration ist eine gute Sache, doch so leicht, wie es eigentlich seien sollte, ist es noch lange nicht und der Weg dahin ist noch lang.  
13.8.14 23:29
 


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